Wissenswertes über die SCHUFA

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Wissenswertes über die SCHUFA

Wissenswertes über die SCHUFA: Die SCHUFA ist die führende Auskunftei in Deutschland und verfügt aktuell über mehr als 797 Millionen Daten zu rund 66,4 Millionen Verbrauchern und 5,2 Millionen Unternehmen. Tag für Tag werden durchschnittlich 350.000 Auskünfte an Partnerunternehmen erteilt. Etwa 90 % der registrierten Personen verfügen ausschließlich über positive Informationen, wodurch sich auch die recht hohe Quote von etwa 97,6 % der problemlos und fristgerecht zurückgezahlten Verbraucherkredite erklärt. Hinter der Auskunftei verbirgt sich die SCHUFA Holding AG mit ihrer Zentrale in Wiesbaden und fünf weiteren Standorten sowie einem Büro.

Die Aufgabe der SCHUFA Holding AG

Wissenwertes über die SCHUFADie SCHUFA stellt kreditrelevante Informationen zu Unternehmen und Privatpersonen bereit, um Vertragspartner und Kreditgeber vor einem Ausfall zu schützen. Schließlich benötigen nicht nur schon langjährig auf dem Markt bestehende Unternehmen eine stabile Finanzierung – auch neu gegründete Unternehmen benötigen für ein erfolgreiches Geschäft in der Regel einen entsprechenden Kredit.

Aber nicht nur Unternehmen nehmen Kredite auf, sondern auch private Verbraucher. Immer dann, wenn vor Zahlung des Kunden vom Unternehmen bereits eine Leistung erbracht wird, liefert die SCHUFA entsprechende Informationen. Dies ist zum Beispiel beim Abschluss eines neuen Handyvertrags der Fall oder auch bei dem Wechsel zu einem anderen Energieversorger. Die SCHUFA Auskunft bewahrt Unternehmen vor Zahlungsausfällen und dient damit der Sicherung ihrer Liquidität.

Die SCHUFA Auskunft im Zusammenhang mit Verbraucherkrediten

Wer sich ein neues Auto anschafft, neue Möbel oder Elektroartikel kauft, nimmt hierfür oftmals einen speziellen Autokredit oder Konsumentenkredit in Anspruch. Geschätzte 55 % des Bruttoinlandsproduktes in Deutschland entfallen alleine auf den privaten Konsum und dieser wird immer mehr durch einen Kredit finanziert. Die SCHUFA Auskunft unterstützt damit nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Verbraucher und sorgt dafür, dass Geschäftsabschlüsse und Verträge noch schneller abgeschlossen werden können. Konsumenten werden vor einer drohenden Überschuldung durch Kredite geschützt und Unternehmen vor Zahlungsausfällen.

In den letzten zehn Jahren sind die bei der SCHUFA gemeldeten Verbraucherkredite um 50 % gestiegen. Trotzdem blieb die erfolgreiche Rückzahlungsquote gleich hoch bei 97,6 %. Dies liegt unter anderem auch daran, dass jedes Bankinstitut in Deutschland vor Genehmigung eines Verbraucherkredits zunächst die Bonität und Kreditwürdigkeit des potenziellen Kreditnehmers bei der SCHUFA prüfen lässt. Wie genau die SCHUFA eine Bonitätsprüfung vornimmt, bleibt ein Geheimnis. Denn die Auskunftei berechnet hierfür einen sogenannten Score Wert, der Einfluss darauf hat, wie kreditwürdig die Bank einen Kreditnehmer einstuft. Die genaue Berechnung des Score Werts ist allerdings unbekannt und muss nach einem Gerichtsurteil auch nicht bekannt gegeben werden.

Diese Daten liegen der SCHUFA vor

Generell liegen der SCHUFA zum einen die Personendaten vor, zum anderen aber auch bestimmte Finanzmerkmale der Verbraucher. In der Zusammenfassung sind dies:

Personenbezogene Daten

  • Vorname und Nachname
  • Geburtsort und Geburtsdatum
  • Anschrift

Finanzielle Merkmale

  • Giro- und Bankkonten
  • Kreditkarten
  • Leasingverträge
  • Handyverträge
  • Kredite und Ratenzahlungen
  • Unbezahlte Rechnungen
  • Mahnbescheide
  • Insolvenzen
  • Bürgschaften und Kredite
  • Versandhauskonten

Eigenauskunft ist einmal im Jahr kostenlos

Einmal jährlich darf jeder Verbraucher eine kostenlose Auskunft beantragen. Durch diese Auskunft erhält er einen Einblick in die gespeicherten Daten. Außerdem ist ersichtlich, von wem die Daten stammen und wer bereits einmal Daten abgefragt hat. Des Weiteren können Verbraucher eine vierteljährliche Abfrage per SMS oder E-Mail abonnieren, in der sie über ihren persönlichen Score Wert informiert werden. Dieser Service kostet allerdings zehn Euro. Der Vorteil: Verbraucher werden auch informiert, wenn jemand anderes den Score Wert abfragt.

Diese Eigenauskunft kann bei dem Onlineportal der SCHUFA beantragt werden. Allerdings ist der kostenlose Antrag etwas versteckt. Mit unserer Schritt für Schritt Anleitung ist es jedoch kinderleicht, einen Einblick in die eigenen Daten zu erhalten:

  • Auf der Startseite der SCHUFA gehen
  • Dort den Button „Auskünfte“ anklicken, der sich unter „Datenübersicht nach §34 Bundesdatenschutzgesetz“ befindet
  • Das Anforderungsformular ist in verschiedenen Sprachen vorhanden und muss heruntergeladen werden
  • Anschließend muss das Formular ausgedruckt und ausgefüllt werden
  • Mit einer Kopie des Personalausweises muss das Formular im letzten Schritt an die SCHUFA versendet werden

Tipp: SCHUFA Daten kontrollieren

Wissenswertes über die SCHUFADas Magazin „Finanztest“ brachte ans Licht, dass 11 von 89 SCHUFA Abfragen fehlerhaft waren. Die Daten waren entweder veraltet, falsch oder es fehlten Daten. Werden zum Beispiel ein Handyvertrag oder ein Kredit wegen eines negativen SCHUFA-Eintrags abgelehnt und der Verbraucher kann sich nicht erklären, wo die schlechte Bonität herkommt, sollte er misstrauisch werden und spätestens dann eine kostenlose Eigenauskunft anfordern. Aus diesem Grund raten auch Verbraucherschützer dazu in regelmäßigen Abständen die bei der SCHUFA gespeicherten Daten sowie ihre Herkunft zu überprüfen.

Sind die Daten fehlerhaft, so können sich Verbraucher bei der SCHUFA schriftlich beschweren, denn diese ist verpflichtet Fehler zu berichtigen. Verträge, die niemals abgeschlossen wurden und trotzdem in der Auskunft auftauchen, sollten unbedingt reklamiert werden. Hierfür reicht eine schriftliche formlose Beschwerde. Dieser sollten entsprechende Unterlagen beigelegt werden, die beweisen, dass die Daten fehlerhaft sind. Bis zu der endgültigen Klärung ist die SCHUFA verpflichtet, die entsprechenden Daten zu sperren.

SCHUFA löschen: Außerdem ist es seit dem 1. Juli 2012 möglich, dass negative Einträge über unbezahlte Rechnungen bis zu einer Höhe von 2000 € innerhalb von sechs Wochen nach Meldung sofort gelöscht werden müssen, wenn diese beglichen wurden und dies der Gläubiger an die SCHUFA gemeldet hat.

Wissenswertes über die  SCHUFA – so können Verbraucher ihren Bonitätsscore verbessern

In Deutschland überprüfen Banken immer dann die Bonität bei der SCHUFA, wenn ein Kredit aufgenommen wird. Kommt es dann zu einer Ablehnung, so liegt dies meistens an einem schlechten Bonitätsscore. Der erste Schritt um die eigene Bonität zu verbessern ist es zunächst einmal, die hinterlegten Daten auf Richtigkeit zu überprüfen – wie dies funktioniert, haben wir bereits oben beschrieben. Es kann beispielsweise sein, dass ein bereits getilgter Kredit noch in den Daten enthalten ist.

Ein weiterer Punkt, warum Verbraucher selbst daran interessiert sein sollten, dass ihre SCHUFA Einträge korrekt und richtig sind, ist die Tatsache, dass die meisten Kredite bonitätsabhängig sind. Das bedeutet: je besser der Wert bei der SCHUFA, desto geringer auch die Zinsen. Wer daher seinen Score Wert verbessern und einen Kredit zu guten Bedingungen erhalten möchte, hat hierfür mehrere Möglichkeiten, die wir nachfolgend schildern. Der Basisscore liegt übrigens zwischen null und 100 %. 100 % ist das beste Ergebnis und nach unseren Erfahrungen sollten für einen Kredit mindestens 90 % vorhanden sein. Wie der Score verbessert werden kann, zeigen unsere nachfolgenden Tipps:

Tipp 1: Daten bei der SCHUFA überprüfen

Wie wir bereits ausführlich geschildert haben, ist auch die SCHUFA nicht unfehlbar. Daher muss die SCHUFA auch einmal im Jahr eine kostenlose Eigenauskunft erteilen. Werden Fehler festgestellt, so sollte unverzüglich eine Berichtigung der Daten gefordert werden.

Tipp 2: Girokonten und Kreditkarten kündigen

Wer mehrere Girokonten und viele Kreditkarten hat, gilt bei der SCHUFA als wechselhaft und wird daher negativ eingestuft. Aus diesem Grund sollten nur so viele Konten wie unbedingt möglich geführt werden. Auch auf viele verschiedene Kreditkarten ist zu verzichten. Einfluss auf die SCHUFA haben allerdings nur Zahlungsverkehrskonten, also Girokonten – Festgeldkonten und Tagesgeldkonten haben keinerlei negativen Einfluss.

Tipp 3: richtige Kreditanfrage stellen

Wer sich für einen Kredit interessiert, muss darauf achten, dass der potenzielle Kreditgeber diese Anfrage bei der SCHUFA nur als Konditionsabfrage stellt. Denn diese hat keinen Einfluss auf die Bonität. Anders sieht es aus bei einer richtigen Kreditabfrage, denn kommt im Anschluss kein Vertrag zustande, so bewertet die SCHUFA dies negativ. In unserem Kreditvergleich verwenden wir ausschließlich die SCHUFA neutrale Konditionsabfrage.

Tipp 4: Zahlungsrückstände ausgleichen

Eine laufende und pünktliche Zahlung von Rechnungen verhindert langfristig, dass die Bonität und somit auch die Kreditwürdigkeit sinken und sich damit die Chancen auf einen Verbraucherkredit verschlechtern.

Tipp 5: offenstehende Kredite tilgen

Bestehen noch alte Kredite und es ist noch ein kleiner Restbetrag übrig, der mit den bestehenden Eigenmitteln bezahlt werden kann, so sollten Verbraucher diesen ausgleichen und tilgen. Sind mehrere Zahlungsverpflichtungen offen, so sollte zunächst einmal die größte Schuld bevorzugt getilgt werden. Außerdem ist es positiv, wenn mehr als der vereinbarte Mindestsatz gezahlt wird.